Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist der Betrag, den Betreiber von Solaranlagen – sowie von Wind-, Geothermie- und Wasserkraftanlagen – für die Einspeisung ihrer erzeugten Energie ins öffentliche Stromnetz erhalten. Dieses finanzielle Anreizsystem soll den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieaufkommen steigern.

Viele private Solaranlagenbetreiber speisen überschüssige Energie, die sie selbst nicht benötigen, ins Netz ein, während gewerbliche Betreiber oft gezielt Energie für die Einspeisung produzieren, um die staatlich garantierte Einspeisevergütung zu erhalten. Die örtlichen Stromnetzbetreiber sind verpflichtet, diese Energie abzunehmen und die Vergütung auszuzahlen.

Die Einspeisevergütung wurde ursprünglich durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2000 festgelegt. Im Juni 2008 kam es unter dem Einfluss der großen Koalition, insbesondere der CDU, zu einer Modifikation des EEG, die eine Reduktion der Vergütungssätze ab 2009 vorsah. Diese Anpassungen reflektieren fortlaufende politische und wirtschaftliche Bewertungen der Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland.